Fleischproduktion Januar bis März 2015
Erzeugung in 1.000 t
Gesamt: 2.100 (+2,9*)
Schwein: 1.400 (+3,1)
Rind: 286 (+2,4)
Geflügel: 374 (+2,2)
Lämm/Schaf: 5 (+20,3)

Schlachtungen in 1.000 Tieren
Schweine: 15.000 (+3)
Rinder: 900 (+2,4)
Lämmer/Schafe: 230 (+21,5)
Ziegen: 3 (+52,1)
Pferde 2 (-3)

*Veränderung zum 1. Quartal 2014 in Prozent
In den gewerblichen Schlachtbetrieben Deutschlands wurde das 1. Quartal 2015 mit einem neuen Rekordwert bei der Fleischerzeugung abgeschlossen. Insgesamt erzeugt wurden 2,08 Mio. t Fleisch, das sind 58.600 t mehr als im gleichen Vorjahreszeitraum, teilte das Statistische Bundesamt mit. Der bisher erreichte Höchststand sei in einem 1. Quartal im Jahr 2011 (2,03 Mio. t) erzielt worden. Ausschlaggebend für den Produktionsanstieg in der Fleischerzeugung ist die deutliche Zunahme von Schweineschlachtungen (siehe Kasten). An der gesamten gewerblichen Fleischproduktion hatte im 1. Quartal 2015 die Schweinefleischerzeugung mit 68 Prozent den höchsten Anteil. Rindfleisch trug mit 13,7 Prozent zur Gesamtproduktion bei; die Geflügelfleischproduktion erwirtschaftete einen Anteil von 18 Prozent. Der gemeinsame Anteil von Schaf-, Ziegen- und Pferdefleisch betrug 0,3 Prozent.

Großes Schweineangebot aus Deutschland

Vor allem im Monat März seien deutlich mehr Schweine geschlachtet, so die Behörde. Der Zuwachs im Berichtszeitraum resultiere aus dem größeren Angebot inländischer Schlachtschweine. Die Anzahl gewerblich geschlachteter Schweine aus heimischer Produktion nahm gegenüber dem 1. Quartal 2014 um 4,1 Prozent auf 13,9 Millionen Tiere zu; damit stammten 92,5 Prozent der geschlachteten Schweine aus inländischer Herkunft. Die Schweinefleischerzeugung konzentriert sich auf die Bundesländer Nordrhein-Westfalen mit 490.600 t und Niedersachsen mit 447.700 t, in denen 66,4 Prozent der Schweine geschlachtet werden.

Deutlich mehr Kälber und Färsen geschlachtet

Bei den Rinder stiegen vor allem die Schlachtungen von Färsen und Kälbern. Hier wurden gestiegene Schlachtzahlen von 7,1 Prozent bei Färsen sowie von 6,1 Prozent bei Kälbern registriert. Kuhschlachtungen stiegen im Vergleichszeitraum dagegen nur um 1,8 Prozent. Von Januar bis März wurden zudem 360.200 (plus 1,3 Prozent) Ochsen und Bullen geschlachtet. Dagegen fielen Schlachtungen von insgesamt 10.700 Jungrindern um 19,6 Prozent geringer aus. Zur Zunahme der Rindfleicherzeugung trugen auch höhere Schlachtgewichte bei. Im Vergleich mit dem 1. Quartal 2014 brachten Färsen durchschnittlich 2,67 kg mehr auf die Waage, Kälber waren 4,04 kg schwerer. Führende Verarbeitungsregion der gewerblichen Rinderschlachtungen ist das Bundesland Bayern. Insgesamt 225.500 Rinder wurden dort zu 78.100 t Rindfleisch verarbeitet. Es folgt Nordrhein-Westfalen mit 185.200 zerlegten Rindern und einer Rindfleischerzeugung von 56.400 t.

Niedersachsen bei Geflügel Spitze

Einen neuen Höchststand in einem 1. Quartal hat auch die Geflügelfleischerzeugung zu verzeichnen. Der Anstieg ging vor allem auf das Konto des Jungmasthühnerfleisches (plus 3,1 Prozent). Truthuhnfleisch verzeichnet einen geringen Zuwachs um 0,7 Prozent, aus Suppenhühnern wurde 2,6 Prozent mehr Fleisch erzeugt. Die meisten Geflügelfleischerzeuger haben ihren Sitz im Bundesland Niedersachsen. Hier wurden 61 Prozent des gesamten Geflügelfleischs im 1. Quartal 2015 produziert.(az)
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