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In der grünen Bio- und Gentechnologie dürfte die EU durch den Memorandums-Beschluss den Anschluss an die Entwicklung in den USA verlieren. Dabei geht es zunächst um die konkrete Beantwortung der Fragen nach den Chancen und Risiken für die neue Technologie. Dr. Chrisian Darbe, Biotech-Analyst bei der DG-Bank, Franfurt am Main, warnte während des traditionellen "Hannöverschen Braunkohlessen" der Niedersächsischen Getreide- und Produktenbörse zu Hannover in dieser Woche vor großen Erwartungen. Verglichen mit der "roten" Bio- und Gentechnologie des Pharmamarktes seien die Perspektiven der "grünen" Bio- und Gentechnologie weniger optimistisch zu beurteilen. Der Pharmamarkt erziele seine Umsätze vor allem in den kaufkräftigen Industrieländern und dort bei dem wachsenden Anteil der älteren Bevölkerung. Die grüne Technologie habe dort aktuell mit einem schlechten Image zu kämpfen, weil der Bevölkerung der Industrieländer die Möglichkeiten der Technologie unpassend dargestellt worden sei. Selbst bei einer Umstellung der Strategie auf verbraucherorientierte Eigenschaften dürfte sich die Akzeptanz neuer Produkte wegen der bisher übervollen Märkte und des fehlenden Bedarfs für neue Produkte schwierig gestalten. Mehr zu diesem Thema lesen Sie in der heutigen Ausgabe der Agrarzeitung Ernährungsdienst. (GH)
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