Schleswig-Holstein: Fast die Hälfte der Proben enthält zu viel Dioxin

In den Laboren in Schleswig-Holstein sind alle 69 Futterfettproben, die aus dem Warenbestand des Herstellers Harles & Jentzsch am Standort Bösel stammen, auf Dioxin untersucht worden. In 30 Fällen ist der zulässige Höchstwert überschritten, in den übrigen 39 liegt er darunter, teilt das Landwirtschaftsministerium in Kiel heute mit. Grundsätzlich sei davon ausziugehen, dass im Prozess der Futtermittelherstellung der Dioxingehalt wegen der Beimischung anderer Futterkomponenten insgesamt absinke.

Vorwürfe der Umweltschutzorganisation BUND, dass Ergebnisse zu Dioxinuntersuchungen bei Rindern zurückgehalten würden, weist das Ministerium entschieden zurück. Der BUND vermische die aktuellen Ereignisse mit Daten aus einem seit 2009 laufenden Monitoringprogramm, das die Ursachen für die Belastungen bei Weidetieren wie Schafen und Rindern ermittelt. Im Zuge dieses Monitorings wurden 2010 insgesamt 40 Proben von extensiven Weiderindern untersucht. Die Daten konnten noch nicht im Detail ausgewertet werden. Die Ergebnisse würden jedoch in 39 Fällen unter den Grenzwerten liegen. (AW)

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