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Der Umbruch von Dauergrünland ist in Schleswig-Holstein ab sofort nur noch mit vorheriger behördlicher Genehmigung zulässig. Dies hat das Landwirtschaftsministerium angeordnet, da der Dauergrünlandanteil in diesem Jahr um mehr als 5 Prozent gegenüber dem Referenzjahr 2003 zurückgegangen ist. Bei Verstößen gegen das Umbruchverbot müssen Landwirte mit einer Kürzung ihrer Direktzahlungen rechnen, teilt das Ministerium weiter mit.

Ausnahmen sind auf Antrag unter Einhaltung restriktiver Auflagen jedoch möglich. Dafür muss innerhalb desselben Hauptnaturraums eine mindestens gleichgroße Dauergrünlandfläche wieder angelegt werden. Eine direkte Wiederansaat von umgebrochenem Dauergrünland sowie das in der Landwirtschaft verbreitete Verfahren des Einschlitzens von Gräsern in Form einer Nachsaat stellen dagegen keine Umbrüche dar. (ED)

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