Bei der künftigen Energieversorgung in Schleswig-Holstein spielt Biomasse eine bedeutende Rolle. Vor allem in der konsequenten Nutzung von Reststoffen, Stroh und Energiepflanzen steckt noch Potenzial. Im Jahr 2020 ist das energetische Biomassepotenzial in Schleswig-Holstein höher als der bisher angestrebte Versorgungsbeitrag von Biomasse am Endenergieverbrauch. Dies ist das Ergebnis einer Studie, die Agrarministerin Juliane Rumpf in dieser Woche vorstellte. Insgesamt müsse der Anbau von Energiepflanzen nur geringfügig ausgedehnt werden. Vielmehr gehe es laut Rumpf um die effiziente Nutzung von Reststoffen, insbesondere Gülle und Stroh, sowie einem züchterischen Fortschritt bei den ertragreichsten Energiepflanzen.

Aus Biomasse könnten etwa 20 Prozent des 2020 zu erwartenden Endenergieverbrauchs für die Sektoren Strom, Wärme und Kraftstoffe bereitgestellt werden. "Damit ist genügend heimische Biomasse vorhanden, um das Ausbauszenario für Energie aus Biomasse im Jahr 2020 zu erreichen" erklärte Rumpf. Ergebnisse der Studie zeigen, dass nur 20 Prozent der landwirtschaftlichen Nutzfläche für den Anbau von Energiepflanzen genutzt werden müssen. (az)
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