Der Skandal um Dioxin-belastete Futtermittel weitet sich aus. In Schleswig-Holstein wurden 50 Agrarbetriebe und 8 Landhandelsunternehmen gesperrt, die kontaminiertes Futter gekauft haben. Für die Betriebe, darunter 40 Schweinemäster, hat das Land seit heute 15 Uhr ein Fütterungs- und Schlachtverbot verhängt, erklärte eine Ministeriumssprecherin gegenüber agrarzeitung.de. Bislang sei bekannt, dass rund geschätzte 10.000 t an Dioxin-belastetem Futter von einem Händler in Hamburg nach Schleswig-Holstein gelangt seien. In Eiern, die in Schleswig-Holstein erzeugt worden sind, sei bislang noch keine Dioxin-Belastung festgestellt worden.

Unterdessen ermittelt die Staatsanwaltschaft weiter. Heute Mittag haben Polizei und Staatsanwaltschaft auf dem Betriebsgelände des Futterherstellers Harles & Jentzsch in Uetersen Beweismittel sichergestellt, ebenso wie am Standort der Tochterfirma im niedersächsischen Bösel. (AW)
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