Schleswig-Holstein will Gütezeichen nicht mehr unterstützen

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Im Jahr 2003 soll die Förderung für das Gütezeichen "Hergestellt und geprüft in Schleswig-Holstein" komplett eingestellt werden. Dies plant die schleswig-holsteinische Landesregierung. Bereits seit 1990 habe das Land seinen Beitrag von jährlich 2,3 Mio. DM um insgesamt 78 Prozent auf 0,5 Mio. DM reduziert, teilt die Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein mit.
Der für das Gütezeichen zuständige Qualitätsausschuss der Landwirtschaftskammer kritisiert die Pläne der Regierung und weist darauf hin, dass gerade in der jetzigen Situation das Gütezeichen mit seinem hohen Bekanntheitsgrad von über 90 Prozent und seiner hohen Akzeptanz dringend benötigt werde. Die Abschaffung des Zeichens würde die Wettbewerbsposition vieler kleiner und mittlerer Betriebe im Ernährungsbereich des Landes ganz entscheidend schwächen.
Mehr als die Hälfte des Gütezeichen-Etats werde durch freiwillige Beiträge der Wirtschaft finanziert, betont der Qualitätsausschuss weiter. Grundlage des Zeichens sei ein umfassendes System der Qualitätssicherung, das neutral durchgeführte Kontrollen bei landwirtschaftlichen Frischprodukten und Markenfleisch beinhaltet. (ED)
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