Schleswig-Holstein will Umstellung auf Öko-Landbau mehr fördern

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Ziel der schleswig-holsteinischen Landesregierung ist es nach eigenen Angaben, die ökologisch bewirtschafteten Flächen - ohne Prozentfalle - erheblich zu steigern. Schleswig-Holstein werde der Bundesverbraucherministerin Künast folgen, die eine Erhöhung der Umstellungsförderung in den ersten zwei Jahren auf 550 Mark anstrebt. 1998 war in Schleswig-Holstein als einzigem Bundesland versucht worden, mit einem Öko-Vermarktungsfonds (ÖVF) die Vermarktung ökologischer Produkte voranzutreiben. Der ÖVF habe jedoch nicht zum erwarteten Erfolg geführt und solle daher aufgelöst werden. Das Landwirtschaftsministerium werde in naher Zukunft ein Konzept für eine bessere Vermarktung und Produktion ökologischer Produkte vorlegen, das gemeinsam mit den Verbänden und Unternehmern erarbeitet werde. Die Landesregierung will sich außerdem dafür stark machen, die Tier- und Flächenprämien an Agrarumweltauflagen zu knüpfen. Dabei soll die Förderung von Agrarinvestitionen künftig an artgerechte Tierhaltung gebunden werden. Darüber hinaus trete Schleswig-Holstein dafür ein, die Tiertransportzeiten auf maximal vier Stunden zu begrenzen. (ED)
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