Die Verhandlungen zwischen Arbeitnehmer und der Gewerkschaft ver.di werden heute fortgesetzt. Damit sind alle Schleusenwärter wieder an ihren Arbeitsplatz zurückgekehrt. Vor allem in Nord- und Süddeutschland ist es an vielen Schleusen zu langen Wartezeiten gekommen. Agrarhändler meldeten Terminverzögerungen vor allem von Schiffslieferungen, die derzeit mitten in der Ernte an die Häfen und zu den Verarbeitungsbetrieben fahren.

Am Elbe-Seiten-Kanal steckten am gestrigen Donnerstag rund 80 Schiffe fest. Bis der Stau abgebaut ist, dürfte es nach Einschätzung von Marktteilnehmern mehr als 24 Stunden dauern. An der Schleuse in Scharnebeck sind beide Tröge wieder in Betrieb.

Nach Angaben der Gewerkschaft ist nun eine einwöchige Streikpause geplant. Mit der Unterbrechung des Streiks will verdi dem Bund die Gelegenheit geben, seine Haltung zu überdenken und einen Tarifvertrag abzuschließen, sagte verdi-Bundesvorstandsmitglied Achim Meerkamp.

Die Beschäftigten der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung und Behörden im Zuständigkeitsbereich von Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) setzen sich seit Monaten für den Abschluss eines Tarifvertrags ein, der sie vor den Folgen des geplanten Behördenumbaus schützen soll. (da)
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