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Die ostdeutschen Agrarunternehmen haben bis zum Fristende am 31. August 1.221 Anträge auf Ablösung ihrer Altschulden aus DDR-Zeiten eingereicht. Damit haben rund 90 Prozent der betroffenen 1.351 Landwirtschaftsunternehmen das Entschuldungsverfahren genutzt. Bei ihnen waren Altverbindlichkeiten von rund 2,5 Mrd. € aufgelaufen, berichtet die Agrarzeitung Ernährungsdienst. "Damit wird ein Schlussstrich unter die Altschuldenfrage gezogen", erklärte Wolfgang Horstmann von der Bodenverwertungs- und Verwaltungsgesellschaft (BVVG), Berlin. Die BVVG soll im Ablöseverfahren die Interessen des Bundes wahren. Die Spanne der angebotenen Ablösequoten reicht von 5 bis 80 Prozent der Altschulden. Bislang habe die BVVG von den Banken 30 Entscheidungsvorschläge erhalten, erklärte Horstmann. Zehn Ablöseangeboten habe die BVVG zugestimmt, in den 20 anderen Fällen müssten die Agrarunternehmen ihr Angebot verbessern. Der BVVG hofft, dass alle Anträge bis Ende 2006 entschieden sind. (gk)
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