Milchmarkt

Schmal fordert engagierte Molkereien

Angesichts enormer Preisrisiken seien mittel- und langfristige Entscheidungen für die Milcherzeuger eine enorme Herausforderung, heißt es in einer Mitteilung des DBV zur Jahresversammlung der Kreisbauernverbände Schleswig und Flensburg am Montag. In Schleswig-Holstein hätten die Erzeugerpreise mit 42 Cent pro kg im November 2013 bis zu 21 Cent im Juni 2016 extreme Schwankungen verzeichnet, habe Schmal auf der Veranstaltung geäußert. Nach Aussage von Schmal böten Warenterminbörsen bereits heute gewisse Möglichkeiten, Milchpreise über einen längeren Zeitraum abzusichern. Für den einzelnen Landwirt seien sie jedoch nur wenig praktikabel.   

Er sehe die Molkereien in der Pflicht, Modelle zu entwickeln, um für einen Teil der Milchanlieferung Festpreise umzusetzen. Aber auch staatliche Institutionen sehe der DBV-Milchpräsident weiterhin gefordert, heißt es weiter. "Die vergangene Preiskrise hat die Bedeutung des Sicherheitsnetzes aus Direktzahlungen, Öffentlicher Intervention und Privater Lagerhaltung nochmals deutlich aufgezeigt", wird Schmal zitiert.

Bei den anstehenden Trinkmilchverhandlungen dürften nicht die unbefriedigenden Ergebnisse des vergangenen Frühjahrs erzielt werden, habe schmal appelliert. Mittelfristig müssten sich die Molkereien der Frage stellen, warum die Möglichkeiten des Wettbewerbsrechts bezüglich einer besseren Kooperation in der Vermarktung ungenutzt blieben. Mit Blick auf die Exportmärkte habe Schmal darauf hingewiesen, dass die Konkurrenz aus Nachbarregionen wie Frankreich, Großbritannien, Dänemark oder den Niederlanden bedeutend besser aufgestellt sei als die Unternehmen in Deutschland. (jst)
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