Ein im November 2011 aufgetauchter, als "Schmallenberg-Virus" bezeichneter Krankheitserreger bei Rindern, Schafen und Ziegen, stellt keine Gefahr für den Menschen dar. Darauf weisen die Landwirtschaftsministerien in Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern in aktuellen Mitteilungen hin. Das neue Virus wurde in Tierbeständen in Teilen Deutschlands, sowie in Belgien und den Niederlanden nachgewiesen. Die Herkunft des erstmals am 21. November 2011 in Probenmaterial aus Nordrhein-Westfalen nachgewiesenen Erregers führte zu der vorläufigen Bezeichnung "Schmallenberg-Virus". 

Die Krankheit zeigt sich in einer erhöhten Zahl missgebildeter oder totgeborener Lämmer. Symptome bei den Muttertieren sind Fieber, starker Milchrückgang und ein gestörtes Allgemeinbefinden. 

Mit der neuen Situation beschäftigt sich auch die EU-Kommission, bestätigt das niedersächsische Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (Laves) in Oldenburg. Um weitere Erkenntnisse über die Verbreitung des neuen Virus zu erhalten sind Tierhalter aufgerufen, auftretende Missbildungen bei Lämmern oder Kälbern ihrem zuständigen Veterinäramt mitzuteilen, so das Laves. (az)
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