Auf 1.481 Betrieben in Deutschland ist das Schmallenberg-Virus bei Wiederkäuern nachgewiesen worden. Stärkere Leistungseinbußen beim Rind sind bisher nicht bekannt. Die Zunahme in der Verbreitung des Schmallenberg-Virus schwächt sich ab, berichtet das Friedrich-Loeffler Institut (FLI). Mit 851 Fällen sind Schafhalter am stärksten betroffen, mit 46 sind dagegen nur relativ wenige Fälle bei Ziegen bestätigt worden. Sorge bereiten immer noch vor allem die bisher 584 an Rindern bestätigten Fälle. Bisher liegen noch keine Daten aus Erhebungen vor, die größere Beeinträchtigungen der Leistungen von Milchkühen bestätigen. Konkrete Maßnahmen gegen die durch Insekten (Gnitzen) übertragene Viruskrankheit können nach Angaben des FLI nicht genannt werden. Es wird lediglich empfohlen, besonders in der jetzt beginnenden wärmeren Zeit die Tierbestände möglichst vor Insektenstichen zu schützen.

Auch in europäischen Nachbarländern werden die neuen Fälle erfasst. In Frankreich sind nach Auskunft des FLI 1.471 Betriebe betroffen, in Belgien 533, in den Niederlanden 339 und in Großbritannien 256. Nur jeweils 1 Fall wird aus Italien und Spanien gemeldet.

In Europa ist die durch Schmallenberg-Viren ausgelöste Krankheit weiterhin nicht meldepflichtig. In Deutschland dagegen besteht seit April 2012 eine Meldepflicht. Eine Entschädigung betroffener Tierhalter ist jedoch nicht möglich. (jst)
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