Milchmarkt

Schmidt glaubt an Branchenorganisation

Er sei erfreut darüber, dass die Branche sich offenbar bewege, so Schmidt gegenüber der Presse. Zumindest sei erkennbar, dass sie sich über die Gründung einer Branchenorganisation austausche, die sich das Ziel setze, künftigen Krisen mit geeigneten Instrumenten zu begegnen. Wie diese konkret aussehen könnten, bleibe der weiteren Zusammenarbeit überlassen. Ein nächstes Treffen der Beteiligten stellte er für den November 2016 in Aussicht. 

Zwar unterstütze der Staat gemeinsam mit der Europäischen Union in Krisenzeiten wie derzeit die bäuerlichen Milcherzeuger. Dennoch sei klar, dass nur die Wirtschaftsbeteiligten Lösungen für strukturelle Veränderungen finden müssten, appellierte er. "Es ist nicht Aufgabe des Staates, Vorgaben für sowohl Mengen als Preise zu machen". Derzeit würde das Marktrisiko einseitig von der Erzeugern getragen. Er fordere daher, eine bessere Balance zwischen Erzeugern, Molkereien aber auch dem Lebensmitteleinzelhandel (LEH) zu finden. Am heutigen Treffen hätten jedoch Vertreter des LEH nicht teilgenommen, bestätigte Schmidt.

Der Druck zur Schaffung geeigneter Krisenmaßnahmen bleibe unverändert hoch, so Schmidt. Keinesfalls dürfte der sich abzeichnende Anstieg der Milchpreise dazu führen, in den  Anstrengungen für neue Instrumente und strukturelle Veränderungen nachzulassen, mahnte er. Der Minister sicherte zu, den Aufbau der Branchenorganisation  zu unterstützen. Dies beziehe sich in erster Linie auf rechtliche Rahmenbedingungen insbesondere kartellrechtlicher Art. (jst)
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