Schnäppchenpreise für alte Pflanzenschutzmittel


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Rund 4.000 Anwender haben von Februar bis April Pflanzenschutzmittel, die nicht mehr eingesetzt werden können, an den dafür bestimmten Sammelstellen abgegeben. Über die gute Resonanz zeigte sich der Industrieverband Agrar e.V. (IVA) als Initiator der Rücknahmeaktion sehr zufrieden. "Die Sammelmenge betrug ungefähr 450 t", sagte Tobias Marchand, Vorsitzender Fachbereich Pflanzenschutz, am Dienstag vor der Presse. Die großen Mengen fielen vor allem in den neuen und in den nördlichen Bundesländern an. Überraschend war auch das Ausmaß der Bestände aus DDR-Produktion. Der IVA hatte die Gesellschaft für die Rückführung industrieller und gewerblicher Kunststoffverpackungen (RIGK) mit der Entsorgungsaktion beauftragt. Bundesweit wurden 184 Sammelstellen eingerichtet. Bei einem Entsorgungspreis von 2,90 EUR/kg sprachen die Landwirte sogar von einer "Schnäppchenentsorgung". Gemessen am Jahresverbrauch in Deutschland stellten die 400 t rund ein Prozent des Verbrauchs von Pflanzenschutzmittelwirkstoffen in Deutschland dar. Dabei handelt es sich laut Marchand um Restbestände, die sich in über 30 Jahren angesammelt hätten. Wenn die endgültigen Ergebnisse vorliegen, will der IVA prüfen, ob die Aktion wiederholt werde. (da)
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