1

Sachsen-Anhalt will die unterschiedlichen Förderhöhen für Ackerbau und Grünland schneller angleichen, als von der EU im Rahmen der Agrarreform gefordert wird. Laut Reform ist vorgesehen, dass die flächenbezogenen Direktzahlungen von Acker- und Grünland in sechs bis sieben Jahren angeglichen sind. Sachsen-Anhalt will den Zeitraum verkürzen und macht von der Option Gebrauch, das ermittelte Wertverhältnis von Ackerland zu Grünland zu Gunsten des Grünlandes zu verschieben. In einem ersten Schritt änderte das Kabinett die Fördersockelbeträge zu Gunsten des Grünlandes und zu Lasten von Ackerflächen. Für Grünland steigt somit der Fördersockelbeitrag um fast 50 € auf mehr als 100 € je Hektar. Im Gegenzug wird der regionale Sockelbeitrag für Ackerland um 8 € je Hektar abgesenkt. Laut Landwirtschaftsministerin Petra Wernicke ist das Ziel dieser Maßnahme die Stärkung des Grünlandes um diesen "wirtschaftlich eher unattraktiven Betriebszweig zu erhalten". (ED)
stats