Schnellere Lizenzvergabe für EU-Getreideexporte geplant

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Für Getreideausfuhren ohne Erstattungen soll die Lizenzvergabe erleichtert werden. Die EU-Kommission diskutiert zurzeit mit den Mitgliedstaaten im Verwaltungsausschuss Getreide, ob bei einer Nullerstattung die Bedenkzeit entfallen kann. Bisher darf sich die Kommission drei Tage lang überlegen, ob sie die beantragten Exportlizenzen bei den Ausfuhren außerhalb der Ausschreibungen auch gewährt. Für den Handel wären Lizenzen mit einer Nullerstattung sehr viel attraktiver, wenn sie gleich zu bekommen wären. Damit müsste der Handel nicht mehr in der Ungewissheit leben, ob während der drei Tage der Dollarkurs oder die Getreidepreise auf dem Weltmarkt sich verändern. Außerdem soll die Laufzeit der Lizenzen mit einer Nullerstattung von vier Monaten zuzüglich des laufenden Monats auf 30 Tage verkürzt werden. Schließlich fordert der Handel, dass für diese Lizenzen nur noch eine Kaution von 5 Euro/t fällig wird, anstelle der sonst vorgeschriebenen 20 Euro/t. Darauf wollte die Kommission bisher nicht eingehen. Für Gerste gibt es zurzeit eine Nullerstattung, die besonders unter den verbesserten Bedingungen für den Handel attraktiv sein könnte. (Mö)
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