Schonfrist für die EU wegen GVO-Zulassung


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Die EU hat noch etwas länger Zeit, um das Funktionieren ihrer Zulassungsregeln für gentechnisch veränderte Organismen (GVO) zu beweisen. Kanada gibt der EU einen zusätzlichen Monat und Argentinien 5 weitere Monate. Ursprünglich endete am 11. Januar eine Frist des WTO-Schiedsgerichts, bis zu dem die EU-Kommission das nationale GVO-Maiseinfuhrverbot in Österreich aufheben sollte. Die USA wollten die Frist dagegen nicht verlängern, berichtetet am Montag der Sprecher von EU-Handelskommissar Peter Mandelson. Er geht davon aus, dass die USA bei der WTO in Genf Sanktionen beantragen werden. Der Antrag sei aber formaler Natur, um Druck zu machen, meint der Sprecher von Mandelson. Die EU werde weiter mit den USA verhandeln, um Strafzölle abzuwenden. Am 24. Januar wollen sich in Brüssel verschiedene Kabinettsmitglieder von EU-Kommissaren in einer Arbeitsgruppe für Biotechnologie treffen, um das weitere Vorgehen zu besprechen. Vor allem wegen der ablehnenden Haltung von EU-Umweltkommissar Stavros Dimas sind GVO-Genehmigungen in der Kommission blockiert. (Mö)
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