Schonfrist für die Stärke

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Vier Jahre räumt die EU-Kommission der Kartoffelstärkeindustrie ein, bevor sie sich ihren Rohstoff auf einem freien Markt besorgen muss. In dem Entwurf der Kommission zu den Gesetzesvorlagen zum Health Check soll es zunächst beim Quotensystem und bei gekoppelten Direktzahlungen bleiben. Den Kartoffelanbauern sollen die Verarbeiter mindestens 178,31 €/t Rohware zahlen, die für die Herstellung von einer Tonne Stärke notwendig sind. Zudem erhalten die Landwirte in den Wirtschaftsjahren 2009/10 und 2010/11 eine teilentkoppelte Prämie von 66,32 €/t. In den Wirtschaftsjahren 2011/12 und 2012/13 sind es nur noch 33,16 €/t. Die Verarbeiter sollen in den ersten beiden Jahren eine Prämie von 22,25 €/t Stärke bekommen, mit der Wettbewerbsnachteile gegenüber anderen Herstellern ausgeglichen werden sollen. Die Produktionserstattung für Stärke aus allen Rohstoffen möchte die Kommission dagegen sofort abschaffen. Die Stärkequote beträgt bis einschließlich 2012/13 für Deutschland 656.298 t, für die Niederlande 507.403 t und für Österreich 47.691 t. (Mö)
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