Schutz für Fütterungs-Know-how


1

Im Herbst wird in Brüssel die Debatte über die offene Futtermitteldeklaration wieder aufgenommen. Ein Urteil des EuGH muss umgesetzt werden. Für die forschende Mischfutterindustrie sind die bestehenden Regeln für die Kennzeichnung mit Verlusten verbunden. Konkurrenten können sich die Investitionen für neue Mischungen sparen, weil sie auf dem Etikett des Erstanbieters das Notwendige erfahren. Nachmachen ist möglich, seitdem die Einzelkomponenten auf das Prozent genau angegeben werden müssen. Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hatte Ende 2005 ein Einsehen und hat die offene Deklaration abgeschwächt. Nachfragen der Kunden, die den genauen Prozentsatz in Erfahrung bringen möchten, hat der Gerichtshof im Sinne eines besseren Know-how-Schutzes verboten. Die EU-Kommission legte kürzlich einen entsprechenden Vorschlag zur Abänderung der EU-Futtermittelrichtline vor, der im Herbst im Europäischen Parlament und im EU-Ministerrat beraten werden soll. (Mö)
stats