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Das Bundeslandwirtschaftsministerium hat die Sicherheitsmaßnahmen zum Schutz vor der Einschleppung der Maul- und Klauenseuche (MKS) verstärkt. Mit einer Dringlichkeitsverordnung wird die EU-Entscheidung umgesetzt, alle vom 1. bis 21. Februar 2001 aus dem Vereinigten Königreich importierten Schafe, Ziegen sowie als Nutztiere gehaltene Hirsche, Rehe und Kameliden zu töten. Die Verordnung tritt am Tag nach ihrer Veröffentlichung in Kraft betrifft sowohl direkte Importe als auch Lieferungen über andere Staaten. Die Tiere müssen bis zum 9. März 2001 geschlachtet sein. Als Grund für die Verordnung nannte Alexander Müller, Staatssekretär im Bundeslandwirtschaftsministerium, die Tatsache, dass bei den betroffenen Tieren - anders als bei Schweinen - eine Infektion nicht sofort anhand klinischer Symptome erkennbar wird. Potenzielle Infektionsträger stellten aber nach wie vor die Gefahr dar, dass die hoch infektiöse Seuche auch in Deutschland ausbrechen könne. "Da sich in Großbritannien die Situation noch weiter verschärft, sind wir gezwungen, unsere Vorsichtsmaßnahmen anzupassen. Wir müssen alles tun, um die Sicherheit zu erhöhen", erklärte Müller. (ED)
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