Gewinnrückgang

Schwache Preise belasten Yara

Weltweit kann der norwegische Hersteller seine Lieferungen im 3. Quartal 2013 um 17 Prozent gegenüber Vorjahr erhöhen. Vor allem der Absatz in Brasilien erfreut, nachdem Yara dort das Brasilien-Geschäft von Bunge Ltd. übernommen hatte. Hier liegt der Fokus wie auch in der Region Asien bei den Mehrnährstoffdüngern (NPK-Dünger).

Anders sind die Verhältnisse auf dem europäischen Markt. NPK-Dünger verlieren Marktanteile, was auch Yara zu spüren bekommt. 

Der Umsatz in den neun Monaten des Geschäftsjahres 2013 von Yara beträgt knapp 64,5Mrd. NOK, das sind knapp 1 Mrd. NOK weniger als vor einem Jahr. Der Nettogewinn sinkt auf 5,6 Mrd. NOK nach 8,4 Mrd. NOK im Vorjahr. Allein im 3. Quartal muss Yara einen Gewinnrückgang in Höhe von 40 Prozent hinnehmen.

Einen langsamen Start verzeichnet Yara in das Düngejahr 2013/14 (Juli/Juni). Von Juli bis Oktober 2013 sind rund 9 Prozent weniger Stickstoffdünger in Westeuropa geordert worden als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Seit der Ankündigung neuer Nitratpreise für Oktober registriert das Unternehmen wieder eine steigende Nachfrage nach Stickstoffdüngern. Als Durchschnittspreis für das dritte Quartal gibt Yara für Kalkammonsalpeter (KAS) in Deutschland 294 US-$/t cif an, das sind rund 20 US-$/t weniger als vor einem Jahr. (da)
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