Agravis-Bilanz

Schwache Preise drücken auf Umsatz

Der Umsatz der Agravis Raiffeisen AG, Münster und Hannover, ging im Jahr 2016 um 11 Prozent auf 6,2 Mrd. € zurück, berichtet die Konzernleitung auf der heutigen Pressekonferenz in Münster. Neben
Andreas Rickmers, Vorstandschef der Agravis
-- , Fotos: Agravis; st
Andreas Rickmers, Vorstandschef der Agravis
rückläufigen Agrar- und Energiepreise hat der Agrarkonzern aber auch durch die Abgabe von drei Gesellschaften an die Ceravis AG Umsätze verloren. Trotz rückläufigen Umsatzzahlen will die Agravis mit Investitionen in die regionalen Standorte, Kooperationen, Akquisitionen, Allianzen und dem zielgerichteten Ausbau der Internationalisierung weiterhin Akzente setzen.

Absage an Fusion mit der RWZ

 
„Auch wenn wir unsere Ziele nicht ganz erreicht haben, ist die Agravis gut aufgestellt und wir wissen, wo wir stehen“, bewertet Andreas Rickmers, der neue Vorstandsvorsitzende des Konzerns das abgelaufene Geschäftsjahr. In der Vorwoche habe das Kartellamt zwar der Übernahme von 16 Raiffeisen-Märkten der RWZ Rhein-Main eG, Köln, und des Großhandelsgeschäfts der Raiffeisen-Märkte zugestimmt, doch es bestehe keine Absicht, mit der RWZ zu fusionieren. Die unternehmerischen Ziele für 2017 umriss Rickmers mit verstärkter Kundenorientierung, Expansion auch außerhalb des Kerngebietes und auf internationaler Ebene, Ausschöpfung der Digitalisierungs-Potenziale und dem Ausbau eines nachhaltigen Geschäftsmodells.
 

Ergebnis unter den Erwartungen

 Finanzvorstand Johannes Schulte-Althoff
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Finanzvorstand Johannes Schulte-Althoff
Johannes Schulte Althoff, Finanzvorstand des Unternehmens, wertet das Ergebnis vor Steuern von 41,6 Mio. € (Vorjahr 45,1 Mio. €) am unteren Ende der Erwartungen. Durch die Ausgabe von Genussscheinen habe sich die Finanzbasis des Unternehmens verbessert und die Eigenkapitalquote auf 31,3 Prozent erhöht. „Mittelfristig halten wir an unserem Umsatzziel von acht Milliarden Euro, einer Umsatzrendite von rund einem Prozent und einer Eigenkapitalrendite von mindestens 10 Prozent vor Steuern fest“, so Schulte Althoff.
 
Die einzelnen Geschäftsbereiche der Agravis entwickelten sich unterschiedlich. Wichtigstes Geschäftsfeld war der Bereich Pflanze mit 2,94 Mrd. € (-15 Prozent). Das Geschäftsfeld Tiere steuerte 1,14 Mrd. € (-5 Prozent) zum Gesamtumsatz bei. Zulegen konnten die Geschäftsfelder Technik mit 772 Mio. € (+4 Prozent) und Märkte mit 159 Mio. € (+5 Prozent). Aufgrund der gefallenen Rohölpreise war das Energiegeschäft um 17 Prozent rückläufig. (St)
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