Schwache Wintersaaten langsam andüngen

Die Stickstoff- und Schwefelgehalte auf Agrarflächen sind in diesem Frühjahr sehr niedrig ausgefallen. Die 1. Stickstoffgabe kann gesplittet werden. Die aktuellen Ergebnisse der Nmin-Werte sind in den meisten Regionen Deutschland veröffentlicht worden. Die Werte für Nmin und Smin sind niedrig und liegen unter dem Vorjahresniveau. Bis Januar ist keine richtige Vegetationsruhe bei den Winterungen eingekehrt, so dass durch das ständige Wachstum sehr viel Stickstoff entzogen wurde. Die Nmin-Werte auf den Versuchsflächen der Landesämter schwanken von 50 kg N/ha in Bayern bis zu 30 kg N/ha in Mecklenburg-Vorpommern in Winterweizen. Der Sollwert wird mit 240 kg N/ha angegeben. Noch schlechter sieht es bei Raps aus. Hier liegen die durchschnittlichen Werte in Norddeutschland mit 25 kg N/ha auf einem sehr niedrigen Niveau. In Süddeutschland wurden Messergebnisse von 40 bis 45 kg N/ha ermittelt, der Sollwert für Raps mit 210 kg N/ha beschrieben. 

Pflanzenbauberater warnen jedoch davor, überstürzt mit der Düngung zu beginnen. Gerade in schwachen Rapsbeständen solle nur verhalten angedüngt werden, um den Pflanzen keinen unnötigen Stress zu bereiten. Bewahrheiten sich die befürchteten Auswinterungsschäden in Raps, ist Vorsicht bei der 1. Gabe angesagt, um keine unnötigen N-Verluste zu provozieren. Insgesamt sollten die schwachen vor den besseren Beständen in den Winterungen gedüngt werden, raten Pflanzenbauexperten. Dabei könnte die 1. Stickstoffgabe gesplittet werden. Ebenfalls sehr niedrig sind in diesem Frühjahr die Smin-Werte ausgefallen. Die Landwirte stehen in den Startlöchern und wollen vor allem in den Frühdruschgebieten mit Einsetzen der milden Witterung mit den Düngearbeiten beginnen. (da)
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