Quartalsergebnis

Schwaches Frühjahrsgeschäft von Yara

Das norwegische Düngemittelunternehmen teilt heute ein Betriebsergebnis für das 1. Quartal 2017 in Höhe von knapp 1,7 Mrd. NOK mit, gegenüber 2,8 Mrd. NOK im Vorjahreszeitraum. Vor allem der Preisrückgang bei Düngemitteln seit Jahresbeginn sowie höhere Energiekosten vermasselten das Ergebnis.

Bei der Vorstellung der Zahlen für das 1. Quartal am Mittwoch nannte CEO Svein Tore Holsether die geringe Spanne, die sich im Verkauf von Düngern erzielen lasse, als Grund für das schwache Abschneiden.  In dasselbe Horn blasen auch Düngemittelhändler in Deutschland. Niedrige Margen und schwache Düngerpreise sind mit Ursache für schlechte Zahlen sowohl der Produzenten als auch der Handelsunternehmen.

Hoffnungsvolles Frühjahrsgeschäft

Hinsichtlich des Absatzvolumens meldet Yara von Januar bis März 2017 ein weltweites Plus um drei Prozent bei den Auslieferungen von Düngemitteln. Besonders hoffnungsvoll startete das Frühjahrsgeschäft mit Düngemitteln in Europa mit einem um sechs Prozent höheren Absatz. Positive Signale kommen auch von den Wachstumsmärkten in China und Thailand.

Allerdings sorgte ein Abwärtstrend bei Harnstoff seit Anfang März für sinkende Preise während der Frühjahrssaison. Yara nennt für den Berichtszeitraum einen durchschnittlichen Preisrückgang bei Harnstoff um 5 Prozent und 15 Prozent für Nitratdünger wie KAS. NPK-Dünger verbilligten sich um 10 Prozent. Hingegen verteuerte sich das Erdgas um 28 Prozent gegenüber Vorjahr.

Strenges Sparprogramm

Yara hat bis 2020 ein Sparprogramm über 500 Mio. US-$ aufgelegt. Damit verbunden sind eine bessere Effizienz der Produktionsabläufe. Bisher seien 90 Mio. US-$ eingespart worden, sagte Holsether.

Unterstützung erfährt Yara von einer weltweit bestehenden Nachfrage nach Düngern sowie von stabilen Preisen bei Getreide, Zucker, Kaffee, Ölsaaten und Milchprodukten, die über dem Vorjahr liegen. Um an der zu erwarteten Nachfragesteigerung nach Düngern zu partizipieren, plant Yara seine Kapazitätenin einigen Anlagen auszubauen in diesem Jahr und 2018. Allerdings nur unter der Voraussetzung, dass sich damit eine Verbesserung des Ebitda um jährlich 600 Mio. US-$ realisieren lässt. (da)
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