Schwaches Pfund hilft britischen Exporteuren

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Die britische Schweinefleischbranche meldet Exporterfolge. Im Jahr 2008 ist es ihr gelungen, mehr im Ausland zu verkaufen. Gleichzeitig sind die Importe zurückgegangen. In der Bilanz behält das Vereinigte Königreich jedoch seine Position als Nettoimportland für Schweinefleisch. Nach Angaben der Branchenorganisation BPEX sind die Schweinefleischexporte des Landes 2008 gegenüber 2007 um 20 Prozent auf rund 118.000 t gewachsen. Den Anstieg begründet die BPEX mit dem Erfolg eines Exportförderungsprogramms, gestützt durch die Schwäche der britischen Währung.

Gegenüber dem Euro hatte das britische Pfund im Jahresverlauf 2008 rund ein Viertel an Wert verloren. Dies hat auch die Wettbewerbsfähigkeit der Importe geschwächt. Offizielle Zahlen liegen bis zum Ende des 3. Quartals 2008 vor. Das Agrarministerium in London weist für diesen Zeitraum im Jahresvergleich einen Rückgang der Importe um 15 Prozent aus. Im Gesamtjahr 2007 hatte das Vereinigte Königreich nach den offiziellen Statistiken rund 100.000 t Schweinefleisch exportiert und 400.000 t importiert. Wichtigster Lieferant von Schweinefleisch, vor allem der Schinkenspezialität Bacon, ist Dänemark. Das Vereinigte Königreich steht in der EU-27 mit seiner Schweinefleischerzeugung auf Platz 9 der Mitgliedsländer, obwohl es die drittgrößte Bevölkerungszahl der Gemeinschaft stellt. (db)

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