Baywa

Schwächeres Ergebnis zum Jahresauftakt


Der Umsatz der Baywa AG, München, lag im ersten Quartal 2015 mit 3,4 Mrd. € knapp unter dem Vorjahreswert (3,6 Mrd. €). Das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) liegt bei minus 6,4 Mio. (4,3 Mio. €). Das Segment Agrar erzielte einen Gesamtumsatz von rund 2,5 Mrd. € (2,6 Mrd. €). Dies entspricht einem Rückgang um 2,2 Prozent. Das operative Ergebnis EBIT liegt mit 20,1 Mio. € um 29,7 Prozent deutlich unter Vorjahreswert (28,6 Mio. €), teilte die Baywa mit.

Erfolgreicher Handel mit Getreide und Ölsaaten

Das Agrarhandelsgeschäft sei von einer starken Nacherfassung in Deutschland und einem hohen internationalen Handelsvolumen gekennzeichnet gewesen. Aufgrund guter Warenverfügbarkeit und einem günstigem Umfeld für den Export durch den schwachen Euro konnte die Baywa erfolgreich ins Handelsjahr für Getreide und Ölsaaten starten, heißt es in einer Pressemitteilung des Konzerns. Der Internationalisierungskurs der Baywa habe hierbei durch die Markteintritte in Italien, Spanien und Portugal sowie den Ausbau der Aktivitäten für die Zielmärkte im Mittleren Osten und Nordafrika an Dynamik gewonnen.

Landtechnik profitiert von Auftragsbeständen

Ein späterer Saisonstart schlägt sich deutlich im nationalen Geschäft mit Dünger, Saatgut und Pflanzenschutz nieder. Die Sparte Agrarhandel verzeichnet einen unveränderten Umsatz von 2,2 Mrd. € bei einem EBIT von 19,8 Mio. € (23,3 Mio. €). Der Umsatz mit Landtechnik konnte sich im 1. Quartal 2015 knapp behaupten. Im Vertrieb profitierte der Bereich von hohen Auftragsbeständen aus dem Jahr 2014 und konnte ihre Verkaufszahlen halten. In Summe lag der Umsatz von 262,5 Mio. € im 1. Quartal knapp unter dem Vorjahreswert (269,5 Mio. €). Das EBIT wurde im Berichtszeitraum allerdings von 3,3 Mio. € im Jahr 2014 auf minus 0,5 Mio. € gedrückt.

Der Obsthandel konnte im Umsatz um 11,2 Prozent auf 128,8 Mio. € zulegen (115,8 Mio. €). Dies lag einerseits an der hohen Warenverfügbarkeit im europäischen Markt und andererseits an der Einbeziehung des neuseeländischen Apfelanbieters Apollo Apples in den Konzernabschluss. Dabei blieb das EBIT bei 0,9 Mio. € (2,0 Mio. €).

Absatz von Heizöl und Holzpellets steigt

Der Umsatz im Segment Energie liegt mit 654,9 Mio. € um 6,1 Prozent niedriger als im Vorjahr (697,4 Mio. €). Das EBIT lag bei 1,1 Mio. € (minus 0,2 Mio. €). Der Anstieg des EBIT um 1,3 Mio. € resultiert aus einem besseren Marktumfeld für das Geschäft der klassischen Energie. Die klassischen Energieträger verzeichneten einen Preisrückgang. Dies schlug sich für die Baywa in einem Umsatzrückgang von 11,6 Prozent auf 531,3 Mio. € nieder (601,3 Mio. €). Der Absatz für Heizöl und Holzpellets stieg um 39 und 24 Prozent. Insgesamt führten die Ausweitungen der internationalen Geschäftsaktivitäten im Bereich der regenerativen Energien zu einem gestiegenen Umsatz von 123,6 Mio. € (96,0 Mio. €). Das EBIT bleibt nahezu auf Vorjahresniveau bei minus 0,1 Mio. € (0,1 Mio. €).

Schwaches Baustoffgeschäft

Den schwächeren Start des Baustoffgeschäfts konnte die BayWa, nach eigenen Angaben, teilweise kompensieren. Der Umsatz im Segment Bau, verringerte sich für das 1. Quartal um 10,2 Prozent auf 250,2 Mio. € (278,6 Mio. €). Das EBIT liegt bei minus 17,3 Mio. € (minus 13,3 Mio. €). (HH)
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