Schwälbchen klagt über schwache Margen


Für die Schwälbchen-Gruppe bleibt es schwierig, mit Frischmilchprodukten Geld zu verdienen. Weitere Optimierungen in der Produktion, im Vertrieb und im Produktportfolio sind geplant. Für das 1. Halbjahr 2011 berichtet das Molkereiunternehmen mit Sitz im hessischen Bad Schwalbach, dass mit rund 91 Mio. kg 2 Prozent mehr Milch als im Vorjahreszeitraum verarbeitet worden sind. Wegen höherer Abgabepreise für die Schwälbchen-Produkte ist der Wertumsatz im Jahresvergleich um 9 Prozent auf rund 52 Mio. € gestiegen. Für die Gruppe, zu der das Außer-Haus-Geschäft der Frischdienst GmbH einen wesentlichen Umsatzbeitrag leistet, meldet Schwälbchen einen Umsatz im 1. Halbjahr 2011 von 95 Mio. €. Er ist um 8 Prozent höher als im Vorjahreszeitraum.

Der Rohertrag ist jedoch leicht gesunken. Schwälbchen-Vorstand Günter Berz-List führt dies darauf zurück, dass die höheren Milchauszahlungspreise nicht vollständig im Verkauf weitergegeben werden konnten. Besonders im Marktsegment mit Frischmilchprodukten berichtet das Unternehmen von anhaltendem Preisdruck. Der Jahresüberschuss für die Schwälbchen AG ist im 1. Halbjahr 2011 mit etwa 750.000 € geringfügig niedriger als im Vorjahreszeitraum (810.000 €). Für die Gruppe ist ein Halbjahresüberschuss von 690.000 € (750.000 €) ausgewiesen.

Der Vorstand kündigt die Fortsetzung der Restrukturierung des Molkereigeschäfts an. Besondere Bedeutung hat für Berz-List die Schließung der Betriebstätte Marburg im Herbst dieses Jahres, die Zusammenarbeit mit dem Kooperationspartner Milch-Union Hocheifel eG und der Ausbau des Standorts Bad Schwalbach. (db)
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