Niedersachsen

Schwankende Erträge bei Ökorüben

Die Ernte der Ökorüben in Niedersachsen wurde mit Erträgen zwischen 30 und 75 t/ha und Zuckergehalten zwischen 14,5 und 19,0 Prozent abgeschlossenen, berichtet der Landvolk Pressedienst (LPD). Diese Schwankungen in Menge und Qualität deuten sich für die gesamte Rübenernte an. Die Nordzucker AG meldet durchschnittlich 70,2 t/ha zu Kampagnenbeginn (45 bis 96 t/ha) und einen durchschnittlichen Zuckergehalt von 16,9 Prozent (14,5 bis 18,7 Prozent). Die Zuckerrüben hatten in diesem Jahr immer ausreichend Wasser zu Verfügung, es habe aber an Sonne gefehlt, so der LPD. Daher hätten sie zwar viel Masse gebildet, aber der Anteil des Zuckers sei etwas niedriger als erhofft. Der Zuckerertrag je Hektar liege damit etwa auf Vorjahresniveau.

Mit Beginn dieser Woche ist die EU-Zuckermarktordnung Geschichte. Die niedersächsischen Landwirte haben laut LPD bereits im Frühjahr auf die Marktliberalisierung reagiert und mit insgesamt rund 100.000 ha etwa 10 Prozent mehr Zuckerrüben angebaut als noch 2016. EU-weit wurde die Zuckerrübenproduktion um 17 Prozent ausgeweitet. Der Dachverband Norddeutscher Zuckerrübenanbauer sieht die Landwirte in Niedersachsen gut aufgestellt: „Wir haben den Wandel schon vor anderthalb Jahren vollzogen und langfristige Verträge gemacht. Die Landwirte sind auf die neue Welt vorbereitet“, sagt Geschäftsführer Dr. Heinrich-Hubertus Helmke gegenüber dem LPD. Sorge machen den Zuckerrübenanbauern die Subventionen, die in Drittländern gezahlt werden. „Wir kommen in eine Situation, wo wir in der EU die liberalste Politik haben. Aber anderswo, etwa in Brasilien, wird die Branche stark gestützt – diese Verzerrungen machen uns das Leben schwer“, bedauert Helmke. (mrs)
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