Um rund 180 Millionen Tiere ist der Schweinebestand in China innerhalb von nur zwei Jahren gesunken. Ursache dafür sei der starke Rückgang der sehr kleinen Haltungsformen in ländlichen Regionen. Gleichzeitig erfolge ein rascher Ausbau der intensiven Tierhaltung, so Stefan Vogel, Leiter der Abteilung Marktanalyse Agrarrohstoffe der niederländischen Rabobank am Donnerstag in Magdeburg anläßlich der Mitgliederversammlung des Deutscher Verband Tiernahrung (DVT). Dabei lägen die Inlandspreise für Schweinefleisch anhaltend etwa 60 bis 80 Prozent über dem Weltmarktniveau. Trotz des sinkenden Schweinebestandes steigere China den Import der Futtereiweißkomponente Soja seit Jahren deutlich. Für Schweinefleischexporteure in anderen Regionen der Welt bestehen nach seiner Einschätzung wieder bessere Marktchancen in China. Derzeit werden den Angaben der Rabobank zufolge in China etwa 380 Millionen Schweine gehalten, nach rund 460 Millionen noch zwei Jahre zuvor. (jst)  
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