US-Exportbilanz

Schweinefleisch gefragt wie nie zuvor

Die USA haben im März 228.000 t Schweinefleisch exportiert und damit einen neuen Rekordwert erzielt. Nach Berechnungen des Agrarministeriums USDA und der Branchenorganisation USMEF wuchsen die Ausfuhren im Vergleich zum März 2016 um 15 Prozent. Dank höherer Weltmarktpreise konnte der Exportwert um 22 Prozent auf 587 Mio. US$ gesteigert werden.

Exporterlöse von mehr als 50 US$ je Schwein

Die Bilanz für das gesamte erste Quartal weist eine Exportmenge von 628.000 t (plus 17 Prozent) und einen Exporterlös von 1,58 Mrd. US$ (plus 22 Prozent) aus. Die Bedeutung des Exportgeschäfts für die Schweinefleischproduzenten ist damit weiter gestiegen. Im ersten Quartal wurden 27,2 Prozent der gesamten Produktion im Ausland abgesetzt, das war eine deutlich höhere Quote als im den ersten drei Monaten des Vorjahres (23,9 Prozent). Je Schlachtschwein wurde im März im Export durchschnittlich 54,93 US$ erlöst, das waren 15 Prozent mehr als im März 2016. Im gesamten ersten Quartal betrugen die durchschnittlichen Exporterlöse 52,42 US$ je Schwein (plus 18 Prozent)

Steigende Produktion im Ausland absetzen

Die US-Farmer haben die Schweinehaltung stark ausgedehnt. Die Vermarktung dieser großen Menge bleibe eine Herausforderung, betonte der USMEF Präsident Philip Seng. Trotz der starken US-Dollars und vieler Handelshemmnisse sei es gelungen, auf Schlüsselmärkten Anteile zurückzugewinnen. Allerdings würden die Mitbewerber versuchen, diese Entwicklung umzukehren. Die USA müssten deshalb weiter aggressiv expandieren und ihre internationale Kundenbasis verteidigen, sagte Seng.

Hohe Zuwachsraten in Mexiko

Auf dem für die US-Produzenten wichtigste Exportmarkt Mexiko konnten im ersten Quartal ungeachtet der politischen Spannungen deutlich größere Mengen abgesetzt werden (206.000 t, plus 29 Prozent). Der Warenwert stieg um 42 Prozent auf 372 Mio. US$. Mexiko verringerte damit den Abstand zum umsatzstärksten Exportmarkt Japan (411 Mio. US$, plus 13 Prozent). Die Exportmenge nach Japan vergrößerte sich um 7 Prozent auf 102.000 t.

China bleibt Domäne der Europäer

China hat für die USA eine wesentlich geringere Bedeutung als für die Schweinehalter in Europa. Die Ausfuhren nach China und Hongkong wuchsen im ersten Quartal um 5 Prozent auf 131.000 t (259 Mio. US$, plus 11 Prozent). Die EU-Länder exportierten allein im Januar und Februar 2017 mit knapp 330.000 zweieinhalbmal so viel wie die USA im gesamten ersten Quartal. Insgesamt importierte China im Januar und Februar knapp 600.000 t Schweinefleisch. (SB)
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