Schweinefleischabsatz stabil


Schweinefleisch wird 2012 am Weltmarkt reichlich im Angebot sein. Wichtige Erzeugungsländer haben ihre Bestände aufgestockt. Die Nachfrage bleibt auf hohem Niveau. Die globale Erzeugung von Schweinefleisch wird 2012 gegenüber dem laufenden Jahr um fast 3 Prozent steigen, erwartet das amerikanische Landwirtschaftsministerium USDA. Eine kräftige Zunahme ist in China und leichtes Wachstum in den USA, in Brasilien, Südkorea und Russland zu erwarten. Dagegen dürfte die Erzeugung in der EU im Jahresvergleich etwas zurückgehen, erwartet das USDA in seiner April-Prognose.

Als Exportregion wird die EU voraussichtlich Marktanteile an die USA abgeben müssen. Allerdings wird der Absatz nach Russland 2012 möglicherweise weniger stark einbrechen als das USDA noch vor einem halben Jahr erwartet hat. Jetzt rechnet es statt mit 25 Prozent weniger nur noch mit einem moderaten Rückgang um 5 Prozent. Die Inlandserzeugung in Russland wächst zwar, hält aber mit dem Verbrauchsanstieg offenbar nicht Schritt. Zudem ist Schweinefleisch am Weltmarkt preiswerter zu beziehen.

Einen ebenfalls nur moderaten Rückgang der Importe erwartet das USDA in Südkorea. Dort dauert der Aufbau der Schweinebestände offenbar länger, nachdem wegen der Maul- und Klauenseuche MKS 2011 umfangreich Tiere getötet worden waren. Außerdem profitieren die Exporteure sowohl in der EU als auch in den USA von Freihandelsabkommen mit Südkorea. Schließlich sind China, Hongkong und Japan wichtige Nachfrageländer am Weltmarkt. (db)
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