Schweinehalter holen auf


Landwirte in Deutschland beurteilen ihre wirtschaftliche Lage weiterhin als gut. Dennoch geht die Investitionsbereitschaft zurück. Rund 36 Prozent der Landwirte wollen in ihre Betriebe in den kommenden sechs Monaten investieren, zeigt das Konjunkturbarometer Agrar, das der Deutsche Bauernverband (DBV) heute veröffentlicht hat. Das sind sechs Prozentpunkte weniger als vor einem Jahr. Etwa 5 Prozentpunkte davon gehen auf eine verringerte Investitionsbereitschaft in erneuerbare Energien zurück, in die die Landwirte im kommenden Halbjahr nur noch 0,6 Mrd. € investieren wollen, gegenüber 2,4 Mrd. € im Vorjahr. 

Der Rückgang der Investitionen in erneuerbare Energien betrifft sowohl Fotovoltaik- als auch Biogasanlagen. Insgesamt wollen die deutschen Bauern im kommenden Halbjahr 5,3 Mrd. € investieren. Das sind vor allem durch den Einbruch bei den Investitionen in erneuerbare Energien 2,0 Mrd. € weniger als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Die geplanten Investitionen in Maschinen und Gebäude dagegen erreichen in etwa den relativ hohen Vorjahresstand, teilt der Verband auf Anfrage weiter mit.

Insgesamt ist die Grundstimmung in der Landwirtschaft gut. Ursache dafür sind die stabilen Getreide- und Schweinekurse. Allerdings spüren die Landwirte den zunehmenden Kostendruck durch steigende Energiepreise. (da)
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