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Der Verdacht auf Klassische Schweinepest in einem Ferkelerzeugerbetrieb im Landkreis Soltau-Fallingbostel hat sich gestern bestätigt, wie das niedersächsische Landwirtschaftsministerium mitteilt. Der Betrieb verfügt über einen Tierbestand von 170 Zuchtsauen und 600 Ferkeln. Die Betriebe im 1-km-Radius seien gestern gesperrt worden. Dabei handele es sich um 13 Tierhaltungen mit insgesamt rund 5.000 Schweinen. Ein 3-km-Sperrgebiet sowie ein rund 10 km großes Beobachtungsgebiet werden zurzeit eingerichtet.

Ferkellieferungen aus dem "Ausgangsbetrieb" haben innerhalb der vergangenen vier Wochen in Nachbarbestände sowie in zwei Mastbetriebe im Landkreis Rotenburg und in einen Mastbetrieb im Landkreis Celle stattgefunden. Beprobungen der Tiere dieser belieferten und vorläufig gesperrten Kontaktbetriebe finden derzeit statt. Mit Ergebnissen wird Anfang nächster Woche gerechnet. Im bereits laufenden ersten Schritt der Seuchenbekämpfungsmaßnahmen stehen knapp 1.200 Schweine aus zwei Betrieben zur Tötung an. Ob weitere Tiere getötet werden müssen, hänge von den Untersuchungsergebnissen sowie den zurzeit zu ermittelnden möglichen weiteren direkten Kontakten des "Ausgangsbetriebes" ab. Ob für diesen Ausbruch Wildschweine verantwortlich sind und es sich dabei erneut um den Wildschweinepesttyp "Uelzen 1" handelt, werde das Ergebnis der Virologie zeigen, informiert das Ministerium weiter.(ED)
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