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Auf einem Hof nördlich von Fallingbostel wurde am Freitag vergangener Woche der Ausbruch der Schweinepest amtlich bestätigt, wie das niedersächsische Landwirtschaftsministerium, Hannover, heute mitteilt. 270 Sauen und 1.700 Ferkel sollen heute getötet werdem. Sperrbezirk (3 km) und Beobachtungsgebiet (10 km) wurden eingerichtet. Im Sperrbezirk leben rund 6.300 Schweine in 25 Betrieben, im Beobachtungsgebiet sind es weitere rund 15.000 Schweine in 47 Betrieben.

Bereits am 2. Juli war auf dem Hof ein verendeter und an Wildschweinepest erkrankter Frischling gefunden worden. Eine zunächst vorgesehene Tötung des landwirtschaftlichen Schweinebestandes wurde allerdings gerichtlich gestoppt. Ob der jetzt festgestellte Ausbruch in Zusammenhang mit dem verendeten Frischling stehe, lasse sich vor Abschluss der gerade begonnenen epidemiologischen Ermittlungen nicht sagen, teilte das Ministerium dazu mit. Fest stehe lediglich, dass jetzt neben den rund 2.000 Tieren im Seuchenbetrieb weitere 3.000 Schweine aus vier Kontaktbetrieben zur Tötung anstehen. Anfang Juli war in Niedersachsen schon ein Ausbruch der Schweinepest in einem Ferkelerzeugerbetrieb festgestellt worden. (ED)
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