Schweinepest zieht Kreise

Einen zweiten Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest meldet die Kuban Agro Holding. Das Krankheitsgeschehen beunruhigt die Nachbarländer.

Der vertikal integrierte Agrarkonzern mit etwa 75.000 ha Agrarland betreibt Schweinmastanlagen in großem Stil in der Region Krasnodar in Südrussland. Am Mittwoch hat er auf seiner Internetseite den zweiten Fall bekanntgegeben. Diesmal sind mehr als 2.200 Tiere getötet worden. Den ersten Ausbruch datiert das Unternehmen auf Ende Juli.

Seit Dienstag ist für die gesamte Region Krasnodar die Quarantäne erklärt. Allerdings kritisiert das Management der Kuban Agro Holding, dass die Labore nicht ausreichend für die Analysen von Futter, Fleisch und Schlachttieren ausgestattet seien. Auch die Desinfektion der Transportfahrzeuge für Lebendschweine und Fleisch sei nicht immer ausreichend.

Ende Juli war außerdem Schweinepest in der Region Twer nordwestlich von Moskau gemeldet worden. Weil der Stall nur etwa 300 km von der weißrussischen Grenze entfernt ist, haben dort die Veterinäre die Inspektionen verstärkt, berichtet das Agrarministerium in Minsk.

Wegen des Schweinepestgeschehens in Südrussland ist die Ukraine alarmiert. Sie hatte vor einer Woche den ersten Schweinepestfall gemeldet. In Deutschland wiederum mahnt mittlerweile das Bundeslandwirtschaftsministerium zu erhöhter Wachsamkeit bei Einfuhren von lebenden Schweinen oder Nahrungsmitteln wie Schweinefleisch oder Salami. (db)
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