Die Preise für Schlachtschweine in den Ländern der EU entwickeln sich uneinheitlich. In Deutschland zeigen sie sich zunächst unverändert. In Frankreich stiegen sie in der vergangenen Woche mit plus 7 Cent pro kg Schlachtgewicht (SG) dagegen deutlich an, berichtet die Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands (ISN), Damme. Damit hätten sie jedoch nur einen Rückstand im Vergleich zu den Nachbarländern in den zurückliegenden Wochen aufgeholt. Das Angebot in Frankreich läge weiter hinter der Nachfrage zurück. Insbesondere das Pfingstgeschäft sei von den Fleischhändlern als sehr gut beschrieben worden.

In Dänemark laufe das Exportgeschäft  insbesondere in Drittländer derzeit sehr gut. Dadurch hätten sich die Preisnotierungen um 3 Cent festigen können, so die ISN. Die seit etwa 3 Wochen in Spanien verzeichnete Aufwärtsbewegung setze sich fort. Dort erreichte die Notierung in der vergangenen Woche die Marke von 1,80 €/kg SG. 

In Deutschland, den Niederlanden, Österreich und Belgien seien die Preise dagegen stabil geblieben. Seit rund 3 Wochen verharren sie in Deutschland auf einem Niveau von 1,63 €/kg SG. Der Regen und die kühle Witterung hätten hier die Nachfrage nach Grillfleisch stocken lassen. Die Exportgeschäfte mit Schweinefleisch laufen nach Einschätzung der ISN derzeit gut. Dennoch fehlen für einen deutlichen Preisanstieg bei ausreichendem Angebot offenbar Nachfrageimpulse im Inland. Dieser könnte sich in der bevorstehenden Fußball-Europameisterschaft zeigen, hoffen die Schweinehalter. (jst)
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