Thüringen

Schweinestall unter Aufsicht

So sollte Schweinehaltung aussehen.
-- , Foto: da
So sollte Schweinehaltung aussehen.

Nach gravierenden Tierschutz-Mängeln in einer Schweinezuchtanlage hat das Landratsamt des Unstrut-Hainich-Kreises ein Schweinehaltungsverbot gegen Thüringens früheren Bauernpräsidenten Klaus Kliem verhängt. Dies meldet die Deutsche Presse Agentur (dpa). Er habe bisher als Geschäftsführer des Betriebs fungiert, informierte die Behörde. Seit Anfang Mai hat ein neuer Leiter den Betrieb übernommen. Laut Thüringer Allgemeinen ist der Nachfolger ein studierter Agraringenieur und habe einschlägige Erfahrung in der Schweinehaltung. In der Anlage werden den Angaben nach 1.300 Zuchtsauen mit 6.400 Ferkeln zur Aufzucht gehalten.

Das Sozialministerium hatte Anfang April von schweren Verstößen gegen den Tierschutz gesprochen, die bei Kontrollen im Januar festgestellt worden seien. Demnach mussten 34 Schweine wegen ihres schlechten Zustandes notgetötet werden oder sind verendet. Die größten Mängel seien inzwischen abgestellt, zuletzt habe es noch Beanstandungen bei Hygiene und Krankenbuchten gegeben, hieß es nun vom Landratsamt. Um die vielen kranken Tiere zu versorgen, sei derzeit täglich ein Tierarzt in dem Betrieb. Im vergangenen Jahr war es zu Verstößen gegen den Tierschutz auf dem Betrieb des damaligen Bauernpräsidenten Helmut Gumpert gekommen. Gumpert stellte sich im Dezember 2016 nicht mehr zur Wiederwahl. (da)
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