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Der Schweizer Bundesrat will das Agrarabkommen von 1999 mit der EU auf acht neue EU-Mitgliedstaaten ausweiten. Die Schweiz erhält im Gegenzug Zollkonzessionen für den Export von 4.600 Mastrindern und für 500 t Chicoree. Mit der EU-Osterweiterung im vergangenen Jahr ist eine Neufassung der bestehenden Abkommen notwendig geworden. Mit allen außer Zypern und Malta hatte die Schweiz im Rahmen der EFTA (European Free Trade Association) Freihandelsabkommen abgeschlossen. Nach dem EU-Beitritt mussten diese Abkommen und Vereinbarungen im Agrarbereich gekündigt werden. Der Schweizer Bundesrat hat nun im Parlament beantragt, die früheren EFTA-Vorzugszölle auf die gesamte EU auszudehnen. Im Gegenzug soll die EU zusätzliche bilaterale Zollkonzessionen beim Nutzviehexport gewähren. Das dürfte den Schweizer Viehzüchtern neue Chancen in Südosteuropa verschaffen. (AIZ)
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