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Die Schweiz will generell Tiermehle in allen Futterarten verbieten. Darüber hinaus plant die Bundesregierung auch, Extraktionsfette aus der Futterkette zu verbannen. Während das Tiermehlverbot in zahlreichen anderen EU-Ländern diskutiert wird, ist ein Verbot von tierischen Futterfetten bislang nur in Frankreich im Gespräch, berichtet die Agrarzeitung Ernährungsdienst in ihrer heutigen Ausgabe. Anlass für die Schweizer Initiative sind zwei an BSE erkrankte Kühe, die nach der Verschärfung der Vorschriften zur Futtermittelherstellung im Mai 1996 geboren sind. Damals war angeordnet worden, Tierkadaver und BSE-Risikomaterialien nicht mehr zur Herstellung von Fleischmehlen zu verarbeiten. Für Schweine- und Geflügelfutter war in der Schweiz Tiermehl weiterhin erlaubt, an Wiederkäufer darf es dagegen seit 1990 nicht mehr verfüttert werden. Die neue Diskussion um mögliche Gefahren von Tierfett im Futtermittel könnte in der Schweiz eine Diskussion über die Sicherheit von Rindfleisch als Nahrungsmittel lostreten. (Spk)
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