Die Schweizer Landwirte haben im 1. Quartal 2013 wesentlich weniger Milch erzeugt. Von Januar bis Ende März wurden nach Angaben des Agrarischen Informationsdienstes (AIZ), Wien, dort knapp 859.000 t Rohmilch erzeugt; das ist im Vergleich zum Vorjahr ein Rückgang um mehr als 5 Prozent und der tiefste Wert seit dem Jahr 2007.

Experten würden angesichts der sinkenden Erzeugung und der mittlerweile anziehenden Preise von einer Trendwende auf dem eidgenössischen Milchmarkt sprechen, so AIZ unter Berufung auf den Landwirtschaftlichen Informationsdienst (LID) in Bern. Seit 2006, dem Jahr des vorzeitigen Ausstiegs aus der Milchkontingentierung, haben die Schweizer Bauern den Angaben zufolge von Jahr zu Jahr mehr Milch gemolken. Die Nachfrage sei jedoch nicht im gleichen Ausmaß gestiegen.

Aus den Überschüssen wurde laut AIZ primär Butter für den Weltmarkt erzeugt. Je mehr die Milchproduktion zunahm, desto rapider seien die Preise gefallen. Im Juli 2012 hätten die Bauern für ein Kilo Industriemilch gerade noch 55,5 Rappen (umgerechnet 44 Cent) erhalten - so wenig wie noch nie, seit der Bund im Jahr 1999 begann, die Milchpreise aufzuzeichnen. (az)
stats