Schweiz senkt Importzoll für Mehl


Das Eidgenössische Volkswirtschafts-Department hat gegen den Widerstand der Schweizer Agrarbranche kurzfristig den Importzoll für Mehl nach unten korrigiert. Die Mühlen kommen unter Druck. Denn mit dieser Maßnahme sollen in erster Linie die Margen der Schweizer Getreidemüller gesenkt und die Landwirte konkurrenzfähiger gemacht werden. Mit der Zollsenkung kostet das Mehl aus Nachbarländern nun im Schnitt etwa gleich viel wie das Schweizer Mehl, nämlich etwa 46 Schweizer Franken pro 100 kg, errechnet der Bayerische Müllerbund in München. Schweizer Bäcker stehen somit zum ersten Mal vor der Entscheidung, ob sie einheimisches oder importiertes Mehl verarbeiten wollen.

Gegenwärtig werden noch rund 90 Prozent des Mehls in der Schweiz aus heimischem Getreide hergestellt. Eventuell ergeben sich für Müller in den Anrainerstaaten der Schweiz interessante Exportchancen, heißt es in der Branche. Mittelfristig ist ein kompletter Abbau des Schweizer Außenschutzes für Agrarprodukte vorgesehen. (HH)
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