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Die Schweizer Bauern befürchten durch das Freihandelsabkommen mit der EU, das derzeit in Brüssel ausgehandelt wird, negative Auswirkungen für die heimische Landwirtschaft. Gerade die jüngste Vergangenheit habe gezeigt, dass dem freien Markt Grenzen gesetzt seien, erklärt der Schweizerische Bauernverband (SBV). Die Bankenkrise sei ein gutes Beispiel dafür: Märkte ohne Grenzen und Regeln funktionierten nicht per se optimal. Nach den Regeln des freien Markts würden Güter dort produziert, wo es am günstigsten ist und anschließend über die ganze Welt verschoben. Dies geschehe auf Kosten der Volkswirtschaft, der Umwelt, der Sozialstandards und der regionalen Strukturen. Die Landwirtschaft sei aber nicht mit der übrigen Wirtschaft vergleichbar, so der SBV. Ihre Produktion sei standortgebunden. Es mache keinen Sinn, die Rohstoffpreise durch die Grenzöffnung immer mehr unter Druck zu setzen und die Landwirtschaft zu zwingen, sich internationalen Standards anzupassen. Wohin dies führen könne, zeigten die Lebensmittelskandale im Ausland. (ED)
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