Rund ein Viertel aller Schweizer Bauernhaushalte hat gemäss einer Studie der Hochschule für Agrar-, Forst- und Lebensmittelwissenschaften in Zollikofen und der Haute école de travail social Genève mit finanziellen Schwierigkeiten zu kämpfen. Im Berggebiet ist gleichzeitig aufgrund der steilen Hanglagen viel Handarbeit erforderlich, die die Bergbauern kaum alleine bewältigen können.

Eine wirtschaftlich prekäre Situation gepaart mit extrem hohem Arbeitsdruck ohne Erholungszeit mache für sie eine zumindest temporäre Entlastung dringend notwendig. Deshalb vermittelt Caritas Freiwillige, die den Betroffenen helfen besonders belastende Zeiten zu überbrücken. "Dank der Hilfe von Freiwilligen können wir Notlagen entschärfen und Bergbauernfamilien vor der Erschöpfung bewahren", sagt Daniel Grossenbacher, Leiter von Caritas-Bergeinsatz. 2017 waren bis Ende April 61 Freiwillige im Einsatz. Bis Ende des Jahres werden jedoch mindestens 800 weitere freiwillige Helferinnen und Helfer dringend benötigt.

Wer eine Bergbauernfamilie tatkräftig unterstützen will, kann über Caritas einen ein- oder mehrwöchigen Bergeinsatz leisten. Mitmachen können alle, die über 18 Jahre alt, motiviert und gesund sind. Es sind keine spezifischen Kenntnisse erforderlich. Unterkunft und Verpflegung werden von der Bauernfamilie übernommen, für die Kosten der An- und Rückreise kommen die Freiwilligen selber auf. Die Anmeldung erfolgt direkt über die Website von Caritas-Bergeinsatz. (got)
stats