Der Schweizer Käse profitiert von gestiegenem Export nach Russland. 160 t Schweizer Käse wurden im September 2014 nach Russland exportiert. Im Jahr zuvor waren es lediglich 28 Tonnen. Dies berichtet der Landwirtschaftliche Informationsdienst der Schweiz Lid.ch. Grund für die verstärkte Nachfrage ist das Importverbot für Lebensmittel aus der EU, das Russland Anfang August 2014 verhängt hat.

Gefragt seien vor allem Produkte aus dem Billigsegment wie Grossloch- und Raclettekäse, wird Daniel Dätwyler, Geschäftsführer von Intercheese, zitiert. Man könne aber auch hochpreisige Nischenprodukte wie Emmentaler und Gruyère liefern.

Der Exportboom werde aber nicht nachhaltig sein, ist Dätwyler überzeugt. Sobald die Sanktionen aufgehoben würden, falle das Billigsegment wieder weg, heißt es weiter. Der Käseexport nach Russland macht lediglich ein Prozent der gesamten Käseausfuhren aus. (az)
stats