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Die Schweizer Getreidebauern sehen die inländische Produktion von Getreide und Ölsaaten ab der Liberalisierung des Getreidemarktes im Jahr 2001 in Gefahr. Daher fordern sie schon jetzt die Hilfe des Staates. Bereits die seit 1999 durchgeführte Agrarreform und die Liberalisierung der Agrarmärkte habe für viele Bauernfamilien "kaum tragbare Preis- und Lohnsenkungen" mit sich gebracht, stellte der Schweizerische Getreideproduzentenverband (SGPV) fest. Angesichts der kommenden Liberalisierung des Getreidemarktes dächten viele Bauern darüber nach, den Anbau ganz aufzugeben.
Daher fordert der Verband vom Bund, den Grenzschutz ab 1. Juli 2001 während der Umsetzung der bilateralen Abkommen mit der EU zu erhalten oder eine Absenkung des Grenzschutzes in voller Höhe zu kompensieren.
Darüber hinaus will der SGPV zusätzlich zu den bisherigen Flächenprämien eine Sonderprämie für den Ackerbau in Höhe von 400,- sfr/ha, um den inländischen Anbau und die damit verbundenen Arbeitsplätze zu erhalten. (Spk)
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