Schweizer Rohstoffgigant nimmt weitere Hürde


Glencore ist kurz vor dem Ziel. Das kanadische Industrieministerium genehmigt die Übernahme von Viterra.

Das Ministerium hat der rund 6,1 Mrd. Can-$ schweren Transaktion am Sonntag die Zustimmung erteilt, teilten der Rohstoffkonzern mit Sitz im schweizerischen Baar und der kanadische Getreideerfasser übereinstimmend mit.

Nun steht noch die Genehmigung durch das chinesische Handelsministerium aus. Diese erwarten Glencore und Viterra nicht vor Ende des Monats.

Glencore kündigte Investitionen in Kanada an. Der Konzern habe der dortigen Regierung eine Reihe von Zusagen über die kommenden fünf Jahre gemacht.

Dazu zählen nach Angaben Glencores Zuschüsse in Höhe von 8 Mio Can-$ in das Forschungs- und Entwicklungsbudget von Viterra. Außerdem werde Glencore mit der Provinzregierung in Saskatchewan zusammenarbeiten, um ein Institut für Ernährungssicherung mit weltweitem Fokus zu errichten.

Im globalen Handel ist Viterra außer in Kanada und den USA besonders stark in Australien und Asien sowie am Schwarzen Meer vertreten. Hier erwartet Glencore eine Stärkung durch die Übernahme. Den kanadischen Erzeugern von Getreide und Raps verspricht das Schweizer Management, dass sie im Glencore-Verbund besseren Zugang zu den globalen Märkten gewinnen. (pio)
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