Schweizer Studie: Bienen nicht durch Maisbeizen gefährdet


Bei sachgerechter Anwendung von ordnungsgemäß gebeiztem Maissaatgut sind keine Clothianidin-Rückstände in Bienen, Pollen oder im Honig zu befürchten. Das ist das Ergebnis einer Bienenmonitoring-Studie des Bundesamtes für Landwirtschaft in Bern. In der Studie wurden in der Nähe von Bienenstöcken an zwei Standorten die Auswirkungen der Anwendung untersucht, wobei Deflektoren eingesetzt wurden. Dabei trat auch während der Guttationsphase der jungen Maispflanzen keine erhöhte Bienenmortalität auf, berichtet das Deutsche Maiskomitee (DMK). 

Der Einsatz von Maisbeizen auf Basis der Wirkstoffklasse der Neonikotinoide wird in den EU-Mitgliedstaaten unterschiedlich gehandhabt. Während die Vorschriften hinsichtlich zur Technik, die eingesetzt werden darf, weitgehend gleich sind, sind nicht überall alle Beizen zugelassen. So können laut DMK in der Schweiz sowohl Mesurol als auch Poncho, Gaucho und Cruiser als insektizide Beizen eingesetzt werden. In Frankreich ist lediglich Cruiser zugelassen. In Deutschland darf nur Mesurol verwendet werden. In allen vier Ländern darf mit Insektiziden gebeiztes Maissaatgut ausschließlich mit pneumatischen Sämaschinen, welche mit Deflektoren ausgerüstet sind und die Abluft in Bodennähe entweichen lassen, ausgebracht werden. (az)


 
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