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Die Entwicklung auf dem europäischen Hartweizenmarkt hat in den vergangenen Wochen dramatische Formen angenommen. Der Preis für die Tonne Hartweizen, dem wichtigsten Rohstoff für die deutschen Nudelhersteller, stieg nach Angaben des Verbandes der Teigwarenhersteller und Hartweizenmühlen Deutschlands e.V., Berlin, hierzulande allein von Anfang Juli bis Mitte August um mehr als 90 €. Hatte er Anfang Juli den Angaben zufolge noch bei 260 €/t gelegen, wurden Ende Juli 300 €/t und Mitte August mehr als 350 €/t dafür verlangt. Vor einem Jahr hätten die Hartweizenmühlen noch 170 €/t bezahlen müssen. Der von den Hartweizenmühlen produzierte Hartweizengrieß, Grundlage für die Teigwarenherstellung, könne sich durch diesen Preisanstieg um mehr als 20 €/100 kg verteuern.

Verschärft werde die Situation dadurch, dass die auf dem Markt angebotene Menge drastisch geschrumpft sei. Ursache ist laut Verband zum einen schlechtes Wetter und zum anderen die zunehmende Konkurrenz durch die Bioethanolproduktion, für deren Rohstoffe die Landwirte attraktivere Preise erzielen könnten. (ED)

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