Schwierige Verhandlungen bei Milchprodukten

1

Das Verhältnis zwischen Milchbauern, Molkereien und Lebensmittelhandel verschärft sich zusehends. Dies wird von den Beteiligten mit den aktuellen Lieferverhandlungen zwischen den Molkereien und den Lebensmittelketten erklärt. Insider sprechen mittlerweile von einem Verdrängungswettbewerb. Der Milch Industrie Verband (MIV) meint, dass die Abschlüsse preislich unter das Niveau des Vorjahres zu fallen drohen. Bei Sahne scheint sich die Prognose bereits bestätigt zu haben. Die Verhandlungen für Konsummilch stehen unmittelbar vor ihrem Abschluss. Die Vereinbarungen über Joghurt, Käse und Butter ziehen sich bis Mai hin. Die derzeitigen wirtschaftlichen Gegebenheiten erschweren die Verhandlungen mit dem Handel, heißt es in der Branche. So liefern die Milcherzeuger deutlich mehr als die ihnen zugeteilten Mengen an. Der MIV beziffert allein im Quotenjahr 2007/08 die Überlieferung auf 300.000 t. Damit würden auch die Auszahlungspreise an die Landwirte beeinträchtigt. Zudem verhindern die Verhätnisse am Weltmarkt und das ungünstige Euro/Dollar-Verhältnis Entastungen durch den Export.Allerdings sieht der MIV, ausgehend vom Weltmarkt, für die zweite Jahreshälfte 2008 wieder positive Signale. (HH)
stats